© KT Einsatzfotografie/FotoDesign 2011 Modenschau bei der Feuerwehr.... könnte man diesen Teil unserer Internetseite eigentlich nennen. Wir möchten hier die verschiedenen Schutzkleidungen und Ausrüstungsgegenstände vorstellen, die ein Feuerwehrmann zu seinem persönlichen Schutz im Einsatz tragen kann.   Dies reicht vom Brandschutzanzug, über den Chemikalienschutzanzug und den Hitzeschutzanzug bis hin zur Sonderausrüstung bei Strahlenunfällen. Diese Kleidung hilft uns, die verschiedenen Gefahren für unseren eigenen Körper abzuwehren. Unter Feuerwehr-Schutzausrüstung wird also die Einsatzkleidung verstanden, die je nach Einsatzart vom Feuerwehrangehöhrigen getragen wird, um ein maximum an Eigenschutz zu erziehlen. Wir unterscheiden: • Brandschutzanzug (Nomex) • Chemikalienschutzanzug • Strahlenschutzbekleidung • Hitzeschutzbekleidung • Anzug für technische Hilfe • Zusatzausrüstung für Kettensägeneinsatz • Insektenschutzausrüstung     Die Herstellung der Einsatzkleidung richtet sich nach bestimmten Normen: (EN 469) Schutzkleidung für Feuerwehrmänner (EN 468) Schutz vor flüssigen Chemikalien für Feuer- und Sicherheitsrettungsdienste (EN 659) Schutzhandschuhe für Feuerwehrmänner (EN 471) Warnschutzkleidung   Schauen Sie sich doch einen Teil der Kleidung etwas näher an. Der Einsatzanzug für die Technische Hilfeleistung  Hier sehen Sie die Einsatzkleidung, welche vom Feuerwehrmann im Rahmen der technischen Hilfeleistung getragen werden kann. Diese Kleidung ist deutlich leichter als die Brandschutzkleidung. Hier ist Sie für eine bessere Warnwikung zusätzlich um eine Warnweste ergänzt. Die Warnweste muß immer dann getragen werden, wenn die Nomex Einsatzjacke mit Reklexstreifen nicht getragen wird. .   Hier sehen Sie die Kleidung für den Kettensägeneinsatz mit Schnittschutz an den Beinen. Der Brandschutzanzug Die Brandschutzkleidung ist die tägliche Kleidung des Feuerwehrmannes. Diese Kleidung wurde in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Sie soll dem Feuerwehrmann vorrangig Schutz gegen Hitze/Flammen sowie Feuchtigkeit und Kälte bieten. Daher wird Sie auch als Flammschutzkleidung bezeichnet. Was ist Flammenschutz? Vereinfacht gesagt ist Flammenschutzkleidung eine Kleidung, die nicht brennt. An sie wird als Hauptanforderung die Bedingung gestellt, daß sie durch Explosionsstichflammen nicht in Brand gerät und auch bei Berührung mit glühenden Teilen, z.B. mit Schweißperlen, nicht mit eigener Flamme verbrennt, sondern lediglich an der Stelle, wo das glühende Teil auf das Gewebe einwirkt, verkohlt. Die zweite Forderung ist, die Flammenschutzkleidung so zu isolieren, daß ein Wärmedurchgang möglichst verhindert wird. Ist diese Isolierung nicht ausreichend, kann der Anzugträger möglicherweise tödliche Verbrennungen vom Wärmedurchgang her erleiden, obwohl die äußere Schicht seiner Kleidung eventuell unversehrt ist. Die Einsatzbekleidung besteht meist aus NOMEX® oder PBI® . Was ist NOMEX® ? Die Antwort ist die patentierte Mischung von 95% NOMEX® und 5% KEVLAR® hochfestem Aramid. NOMEX® ist eine speziell für Schutzbekleidung entwickelte Hochleistungsfaser. Sie bietet ein Optimum an Flammenfestigkeit, an Hitzeschutz und Chemikalienbeständigkeit und gutem Tragekomfort. Verglichen mit anderen Fasern für Schutzbekleidung, wie flammenhemmender FR-Wolle, FR-Baumwolle und gewöhnlichen Aramidfasern hat NOMEX® die längste Schutzwirkung gegen Flammen bis zum Erreichen der Schmerzschwelle oder Verbrennungen 2. Grades. Das können die lebensrettenden Sekunden zur Flucht aus der Gefahrenzone sein. Was bietet NOMEX®? Besseren Schutz gegen AufbrechenIn laufenden Prüfungen der thermischen Schutzwirkung (TTP-Test) widersteht NOMEX® mit seinem Anteil von 5% KEVLAR® dem Aufbrechen unter Flammeneinwirkung im Gegensatz zu FR-Wolle, FR-Baumwolle und normalen Meta-Aramidfasern.Das bedeutet, daß Träger von Schutzbekleidung aus NOMEX® beim direkten Kontakt mit Flammen weniger durch Verbrennungen gefährdet sind.Die beste Schutzwirkung gegenüber Schmerz und Verbrennungen 2. GradesIm höheren Risikobereich sind NOMEX® und FR-Wolle die wichtigsten Ausgangsprodukte. Im Bereich geringer Risiken gelten FR-Baumwolle und normale Aramidfasern als vergleichbar. Eigenschaften von NOMEX® : •Immanent und permanent flammhemmend •Selbstverlöschend, schmilzt nicht und tropft nicht •Bricht nicht auf •Geringes Wärmeleitvermögen •Hohe Festigkeit, geringes Gewicht •Geringer Abrieb und hohe Reißfestigkeit •Kann bei 95°C gewaschen oder trocken gereinigt werden. Fett und Schmutz sind leicht zu entfernen   Was ist PBI® ? Die Schutzkleidung aus PBI® Gold, eine Kombination von 40 % PBI® und 60 % Aramid, ist das Ergebnis der gemachten Erfahrung über Hitze- und Flammenschutz in der Raumfahrt. PBI® Gold erfüllt die Norm EN 469. PBI® Gold ist das meist verwendete Außenschichtgewebe bei Feuerwehranzügen in den USA - ein eindeutiges Zeichen vielgeprüfter Leistungsstärke. PBI® Gold ist schon bei mehreren Mannschaften in Deutschland im Einsatz und wird z. Zt. von vielen anderen auf der Welt getestet. Überlegene Wärmeschutzleistung Der Sauerstoffgrenzwert eines Gewebes bestimmt die Sauerstoffmenge, die zum kontinuierlichen Verbrennen eines 5 cm breiten Gewebestreifens über einen Zeitraum von 3 Minuten erforderlich ist. Gewebe mit höheren Sauerstoffgrenzwerten sind schwerer entzündbar. Der Kontakthitzetest ermittelt die Zeit in Sekunden, die zum Entzünden eines Gewebes notwendig ist, das mit einem 863°C heißen Stahl bei einer Belastung von 0,07 kg/cm² in Berührung steht. .   Schutz gegen Hitze Hitzeschutzkleidung soll den Träger vor den Einwirkungen von Wärmestrahlung schützen, z.B. im Innenangriff. Sie wird über dem Atemschutzgerät getragen und besteht aus metallisch bedampftem, isolierendem Gewebe. Trotz der Schutzwirkung staut sich die Wärme im Anzug, ähnlich wie beim Chemikalienschutzanzug. Hitzeschutzkleidung gibt es als kompletten Anzug oder als Kombination von Poncho, Haube und Handschuhen. Der leichte Hitzeschutz ist vom Material her wie der Schwere aufgebaut. Jedoch werden hier nur der Oberkörper und die Hände geschützt. Er kann bei Bränden eingesetzt werden wo die normale Einsatzkleidung einen noch ausreichenden Schutz bietet, jedoch für Kopf, Hals und Hände eine Verletzungsgefahr durch Strahlungswärme besteht. Der Hitzeschutzanzug, schwer, dient in Verbindung mit dem umluftunabhängigen Atemschutzgerät als Schutzbekleidung gegen Strahlungswärme, Stichflammen und kurzzeitig auch gegen leckende Flammen. Er besteht aus zwei Anzugteile, einer Latzhose und einem Oberteile mit integrierter Kapuze, Überziehstiefeln und Hitzeschutzhandschuhen. Alle Anzugteile bestehen aus einer reflektierenden und wärmefesten, asbestfreien Außenhaut und einer entsprechenden wärme absorbierenden Polsterung. Trotzdem steigt bei Einsätzen die Temperatur im inneren des Anzugs stetig an. Daher ist die Einsatzdauer in diesem Anzug stark begrenzt, um den Feuerwehrkameraden nicht zu stark zu belasten.