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Modenschau bei der
Feuerwehr....
könnte man diesen Teil unserer Internetseite
eigentlich nennen. Wir möchten hier die
verschiedenen Schutzkleidungen und
Ausrüstungsgegenstände vorstellen, die ein
Feuerwehrmann zu seinem persönlichen Schutz
im Einsatz tragen kann.
Dies reicht vom Brandschutzanzug, über den
Chemikalienschutzanzug und den
Hitzeschutzanzug bis hin zur Sonderausrüstung bei Strahlenunfällen. Diese
Kleidung hilft uns, die verschiedenen Gefahren für unseren eigenen Körper
abzuwehren.
Unter Feuerwehr-Schutzausrüstung wird also die Einsatzkleidung
verstanden, die je nach Einsatzart vom Feuerwehrangehöhrigen getragen
wird, um ein maximum an Eigenschutz zu erziehlen.
Wir unterscheiden:
• Brandschutzanzug (Nomex)
• Chemikalienschutzanzug
• Strahlenschutzbekleidung
• Hitzeschutzbekleidung
• Anzug für technische Hilfe
• Zusatzausrüstung für Kettensägeneinsatz
• Insektenschutzausrüstung
Die Herstellung der Einsatzkleidung richtet sich nach bestimmten Normen:
•
(EN 469) Schutzkleidung für Feuerwehrmänner
•
(EN 468) Schutz vor flüssigen Chemikalien für Feuer- und
Sicherheitsrettungsdienste
•
(EN 659) Schutzhandschuhe für Feuerwehrmänner
•
(EN 471) Warnschutzkleidung
Schauen Sie sich doch einen Teil der Kleidung etwas näher an.
Der Einsatzanzug für die Technische
Hilfeleistung
Hier sehen Sie die Einsatzkleidung,
welche vom Feuerwehrmann im
Rahmen der technischen Hilfeleistung
getragen werden kann.
Diese Kleidung ist deutlich leichter als
die Brandschutzkleidung. Hier ist Sie
für eine bessere Warnwikung zusätzlich
um eine Warnweste ergänzt. Die
Warnweste muß immer dann getragen
werden, wenn die Nomex Einsatzjacke
mit Reklexstreifen nicht getragen wird.
.
Hier sehen Sie die Kleidung
für den Kettensägeneinsatz
mit Schnittschutz an den
Beinen.
Der Brandschutzanzug
Die Brandschutzkleidung ist die tägliche
Kleidung des Feuerwehrmannes. Diese
Kleidung wurde in den letzten Jahren
enorm weiterentwickelt.
Sie soll dem Feuerwehrmann vorrangig
Schutz gegen Hitze/Flammen sowie
Feuchtigkeit und Kälte bieten. Daher wird Sie auch als
Flammschutzkleidung bezeichnet.
Was ist Flammenschutz?
Vereinfacht gesagt ist Flammenschutzkleidung eine Kleidung, die
nicht brennt. An sie wird als Hauptanforderung die Bedingung
gestellt, daß sie durch Explosionsstichflammen nicht in Brand gerät
und auch bei Berührung mit glühenden Teilen, z.B. mit
Schweißperlen, nicht mit eigener Flamme verbrennt, sondern
lediglich an der Stelle, wo das glühende Teil auf das Gewebe
einwirkt, verkohlt.
Die zweite Forderung ist, die Flammenschutzkleidung so zu
isolieren, daß ein Wärmedurchgang möglichst verhindert wird. Ist
diese Isolierung nicht ausreichend, kann der Anzugträger
möglicherweise tödliche Verbrennungen vom Wärmedurchgang her
erleiden, obwohl die äußere Schicht seiner Kleidung eventuell
unversehrt ist.
Die Einsatzbekleidung besteht meist aus NOMEX® oder PBI® .
Was ist NOMEX® ?
Die Antwort ist die patentierte Mischung von 95% NOMEX® und
5% KEVLAR® hochfestem Aramid. NOMEX® ist eine speziell für
Schutzbekleidung entwickelte Hochleistungsfaser. Sie bietet ein
Optimum an Flammenfestigkeit, an Hitzeschutz und
Chemikalienbeständigkeit und gutem Tragekomfort.
Verglichen mit anderen Fasern für Schutzbekleidung, wie
flammenhemmender FR-Wolle, FR-Baumwolle und gewöhnlichen
Aramidfasern hat NOMEX® die längste Schutzwirkung gegen
Flammen bis zum Erreichen der Schmerzschwelle oder
Verbrennungen 2. Grades.
Das können die lebensrettenden Sekunden zur Flucht aus der
Gefahrenzone sein.
Was bietet NOMEX®?
Besseren Schutz gegen AufbrechenIn laufenden Prüfungen der
thermischen Schutzwirkung (TTP-Test) widersteht NOMEX® mit
seinem Anteil von 5% KEVLAR® dem Aufbrechen unter
Flammeneinwirkung im Gegensatz zu FR-Wolle, FR-Baumwolle
und normalen Meta-Aramidfasern.Das bedeutet, daß Träger von
Schutzbekleidung aus NOMEX® beim direkten Kontakt mit
Flammen weniger durch Verbrennungen gefährdet sind.Die beste
Schutzwirkung gegenüber Schmerz und Verbrennungen 2.
GradesIm höheren Risikobereich sind NOMEX® und FR-Wolle die
wichtigsten Ausgangsprodukte. Im Bereich geringer Risiken gelten
FR-Baumwolle und normale Aramidfasern als vergleichbar.
Eigenschaften von NOMEX® :
•Immanent und permanent flammhemmend
•Selbstverlöschend, schmilzt nicht und tropft nicht
•Bricht nicht auf
•Geringes Wärmeleitvermögen
•Hohe Festigkeit, geringes Gewicht
•Geringer Abrieb und hohe Reißfestigkeit
•Kann bei 95°C gewaschen oder trocken gereinigt werden. Fett und
Schmutz sind leicht zu entfernen
Was ist PBI® ?
Die Schutzkleidung aus PBI® Gold, eine Kombination von 40 %
PBI® und 60 % Aramid, ist das Ergebnis der gemachten Erfahrung
über Hitze- und Flammenschutz in der Raumfahrt. PBI® Gold erfüllt
die Norm EN 469.
PBI® Gold ist das meist verwendete Außenschichtgewebe bei
Feuerwehranzügen in den USA - ein eindeutiges Zeichen
vielgeprüfter Leistungsstärke. PBI® Gold ist schon bei mehreren
Mannschaften in Deutschland im Einsatz und wird z. Zt. von vielen
anderen auf der Welt getestet.
Überlegene Wärmeschutzleistung
Der Sauerstoffgrenzwert eines Gewebes bestimmt die
Sauerstoffmenge, die zum kontinuierlichen Verbrennen eines 5 cm
breiten Gewebestreifens über einen Zeitraum von 3 Minuten
erforderlich ist. Gewebe mit höheren Sauerstoffgrenzwerten sind
schwerer entzündbar.
Der Kontakthitzetest ermittelt die Zeit in Sekunden, die zum
Entzünden eines Gewebes notwendig ist, das mit einem 863°C
heißen Stahl bei einer Belastung von 0,07 kg/cm² in Berührung
steht.
.
Schutz gegen Hitze
Hitzeschutzkleidung soll den Träger vor den Einwirkungen von
Wärmestrahlung schützen, z.B. im Innenangriff. Sie wird über dem
Atemschutzgerät getragen und besteht aus metallisch
bedampftem, isolierendem Gewebe. Trotz der Schutzwirkung staut
sich die Wärme im Anzug, ähnlich wie beim
Chemikalienschutzanzug. Hitzeschutzkleidung gibt es als
kompletten Anzug oder als Kombination von Poncho, Haube und
Handschuhen.
Der leichte Hitzeschutz ist vom Material her wie der Schwere
aufgebaut. Jedoch werden hier nur der Oberkörper und die Hände
geschützt.
Er kann bei Bränden eingesetzt werden wo die normale
Einsatzkleidung einen noch ausreichenden Schutz bietet, jedoch
für Kopf, Hals und Hände eine Verletzungsgefahr durch
Strahlungswärme besteht.
Der Hitzeschutzanzug, schwer, dient in Verbindung mit dem
umluftunabhängigen Atemschutzgerät als Schutzbekleidung gegen
Strahlungswärme, Stichflammen und kurzzeitig auch gegen
leckende Flammen.
Er besteht aus zwei Anzugteile, einer Latzhose und einem
Oberteile mit integrierter Kapuze, Überziehstiefeln und
Hitzeschutzhandschuhen. Alle Anzugteile bestehen aus einer
reflektierenden und wärmefesten, asbestfreien Außenhaut und
einer entsprechenden wärme absorbierenden Polsterung.
Trotzdem steigt bei Einsätzen die Temperatur im inneren des
Anzugs stetig an. Daher ist die Einsatzdauer in diesem Anzug
stark begrenzt, um den Feuerwehrkameraden nicht zu stark zu
belasten.